Jun 30

Gerade bin ich bei Geardiary über eine Bastelanleitung für ein - nennen wir es mal - Kühlgerät gestolpert. Grob gesagt bauen die da einen Lüfter in eine leere Burgerverpackung, füllen die mit Eiswürfeln und freuen sich wie Sau, daß die Luft vom Eis ein wenig abgekühlt wird.

Baff war ich erstmal, als ich gesehen habe, daß es in Amerika immer noch diese verfluchten Styropor-Verpackungen für Burger gibt. In Europa hat man die schon vor gut 10 Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil die ähnlich gut biologisch abbaubar sind wie ein Liter Altöl.

Aber so richtig umgefallen bin ich, als ich den ersten Kommentar gelesen habe:

My office has the opposite problem, TOO cold. There are people here that have heaters under their desks to keep them warm in the air conditioner’d freeze, and lots of sweater wearers.

Sagt mal, liebe Amerikaner - habt ihr den Arsch offen? Oder was geraucht? Leute mit einem IQ über 50 drehen die Klimaanlage runter, wenn es zu kalt wird. Aber nicht in Amerika. Da lässt man die Air Condition einfach auf vollgas weiterlaufen und stellt sich einen Heizlüfter unter den Schreibtisch. Brilliante Idee, echt. Strom wächst im Land der unbegrenzten Schachsinnigkeiten ja auch auf Bäumen.

Aber dann über die ach so hohen Spritkosten jammern. Die liegen ja inzwischen schon bei fast VIER Dollar für eine Gallone Sprit. Etliche Amerikaner wissen echt schon bald nicht mehr, wie sie den Sprit für ihren SUV bezahlen sollen. Dabei haben sie extra ein sparsames Modell gekauft: Nur 6 Liter Hubraum, bescheidene 480 PS, und verbraucht gerade mal 22 Liter auf 100 km. Und es war wirklich nicht leicht, so einen Wagen zu kaufen; man will sich vor den Nachbarn ja nicht mit so einem untermotorisierten Elefantenrollschuh lächerlich machen. Mit einem “Ist der Wagen meiner Frau” kann man sich da gerade noch so eben ‘rausreden….

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: eine Gallone Sprit kostet knapp 4 Dollar. Eine Gallone sind ziemlich genau 3,785 Liter (Nicht mit britischen Gallonen verwechseln, dort sind das 4,546 Liter). Ein Dollar kostet heute 0,63336 Euro. Ein Liter Sprit demzufolge rund 67 Euro-Cent. Ja, da können einem schon die Tränen kommen, wenn man (wie ich gestern) mal gerade für 1,549 Euro pro Liter getankt hat.

Vielleicht sollte man den armen Amerikanern mal erzählen, was eine Gallone Benzin bei uns so kostet?

(Für die mathematisch herausgeforderten: Bei einem Spritpreis von 1,549 Euro pro Liter und einem Wechselkurs von 1,57888 Dollar für den Euro kostet die Gallone Sprit lächerliche 9,26 Dollar!).

Gut, daß meine Karre nur 6,6 Liter auf 100km verbraucht. Aber da rechnen die Amerikaner ja auch wieder anders. Wenn die von “gas mileage” sprechen, meinen die, wieviele Meilen sie mit einer Gallone Sprit fahren können. Bei mir sind das immerhin 35,64 Meilen pro Gallone - während es bei dem oben erwähnten kleinen SUV nur noch 10,69 Meilen pro Gallone wären.

Haben die ein Glück, das Heizlüfter nicht mit Benzin laufen.

Jun 30

Nachdem ein Anwalt für eine Fotografin mich bei Google auf Seite 100 gefunden hat und mich wegen zwei Bildern, die auf (grob geschätzt) 2000 deutschen Internetseiten veröffentlich sind, abgemahnt hat (nichtmal der Auftraggeber der Bilder hält es für nötig, die Fotografin als Urheberin anzugeben und ermutigt Besucher der Seite sogar, die Bilder herunterzuladen und zu verbreiten), habe ich das mal zum Anlass genommen, diesen Blog mal tüchtig auszumisten.

Ärgern bringt im Nachhinein nichts mehr - Schwamm drüber und als (großes) Lehrgeld verbuchen. Dazu bete ich noch ein paar Rosenkränze zur Buße….

Meinen Kindern werde ich jedenfalls ans Herz legen, Jura zu studieren. Wo kann man sonst mit Google, der Serienbrief-Funktion von Word und evtl. noch dem Schönfelder als Handwerkszeug so schnell so viel Geld abzocken verdienen? Gut, man sinkt als Abmahnanwalt im gesellschaftlichen Ansehen, aber irgendwas ist ja immer.

May 27

Protected: Presseschau

Merde!, Nachdenken Enter your password to view comments

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May 13

So stellt man sich in Amerika eine seniorengerechte Fernbedienung vor:

(Nein, wir haben keine Zwergenhände - das Feuerzeug ist ein handelsübliches (großes) Wegwerf-BIC, wie es sie auch in Deutschland zu kaufen gibt)

Die Fernbedienung ist frei programmierbar, hat im Dunkeln leuchtende Tasten und kostet lächerliche 9,95 Dollar. So eine werd’ ich mir auch zulegen - meine Augen sind zwar noch ok, diesen Trumm werden meine lieben Kinderchen aber nicht so leicht verschlampen, wie die kleinen schwarzen Dinger für Fernseher, Sat-Receiver, Stereoanlage, DVD-Player, Videorecorder etc.pp (denen kann man aber auch 100mal sagen, daß sie an den Dingern eigentlich noch nichts verloren haben). Eine Alternative wäre natürlich auch NoviiRemote auf einem meiner zahllosen Palms gewesen; der wäre aber vermutlich ebenso schnell verschwunden…..

May 12

Bei Plockhead habe ich gerade einen Link auf eine wirklich zuckersüße Seite gefunden:

…:::kindertrauma:::…

Alles, was man sich als Kind besser nicht auf Video angeguckt hätte, wird hier wieder aus den dunklen Abgründen der Erinnerung hochgeholt und mit (teils sehr deutlichen) Bildern und Links garniert - also definitiv nix für Phobiker und Kinder.

KINDERTRAUMA is about the movies, books, and toys that scared you when you were a kid. It’s also about kids in scary movies, both as heroes and villains. And everything else that’s traumatic to a tyke!

Through reviews, stories, artwork, and testimonials, we mean to remind you of all the things you once tried so hard to forget…

Gank aktuell die “Trauma-Mommas”-Serie, die pünktlich zum Muttertag endete, hat schon was…

May 11

Gerade wollte ich anfangen, meine Gedanken über die Lage in Burma/Birma/Myanmar hier zu posten, da habe ich (nachdem ich schnell noch einen Blick in meine Feeds werfen wollte) dieses Posting bei Nerdcore darüber gefunden. Treffender hätte ich es nicht schreiben können - René, Du bringst es 100% auf den Punkt.

Also, liebe geneigte Leserschaft, bitte hier weiterlesen: Fick dich, burmesische Junta, Bürokratenschweine, paranoide Wichser, elende, korrupte Aasgeier.

 (Schade, daß es in B[u|i]rma kein Öl gibt - das Problem wäre schon längst gelöst bzw. gegen ein amerikanisches Problem ersetzt worden)

Apr 28

Da hat die Musíkindustrie zum Tag des Urheberrechts (war, glaub’ ich, ab 26.04.) mal wieder kräftig rumgejammert und auf die Tränendrüsen gedrückt hat, hat vermutlich nicht jeder mitbekommen. (Den offenen Brief an unsere Bundesangie kann man sich im - bildzeitungsmäßig grauenhaft gesetzten - Original bei Heise angucken.) Schlimm ist schonmal, daß man die Schuld für das eigene Versagen wieder mal bei den bösen Raubkopierern sucht, anstatt sich mal Gedanken zu machen, ob man hinter eMule und BitTorrent nicht vielleicht doch ein Geschäftsmodell etablieren könnte. Aber nein, man jammert lieber seit Jahren auf hohem Niveau vor sich hin.

Fast noch schlimmer ist, daß sich unsere Kandesbunzlerin in Ihrem Videopodcast vom 26.04. eine Antwort auf diesen offenen Brief der Musikindustrie hat vorsagen lassen. Thematisch fundierte Kernaussage ist, daß das “Herunterladen von Computern” böse ist, und man sich auf internationaler Ebene arrangieren muß, um der Musikindustrie so lange Zucker in den Allerwertesten zu blasen, bis deren veraltetes Geschäftsmodell wieder funktioniert. (Eine schön formulierte Zusammenfassung kann man sich bei Nerdcore geben).

Während unsereins sich scheckig lacht über so viel Sachverstand, bastelt man bei der Piratenpartei an einem “Gegenbrief”, der - sollte er einmal fertig sein - auch unserem Bundesangie vorgelegt werden soll. Vielleicht gibt’s dann in ihrem nächsten Videoblog ein paar aufmunternde Worte für die Filesharer ;)

Mein persönliches Fazit daraus: von den gut 200 “Künstlern”, die den Brief an Angela Merkel unterzeichnet haben (bzw. die von ihren Managern dazu genötigt wurden, so einen Abfall mit ihrem Namen zu legitimieren), kenne ich nur einen kleinen Teil - und da ist für meine Ohren nichtmal die Hälfte der Leute überhaupt in der Lage, sowas wie Kunst zu schaffen. Eine geklaute Melodie von einem Lied aus den 70ern, garniert mit viel Bass und abgeschmeckt mit Gestammele aus der Ghetto-Grundschule ist jedenfalls nicht das, was ich für eine schützenswerte künstlerische Leistung halte. Daher denke ich, daß diesen “Künstlern” nicht die bösen Raubkopierer den finanziellen Ruin bringen - es sind vielmehr die eigenen erbärmlichen Machwerke, die man in den deutschen Charts erdulden muß, die niemand mit einem Funken Hirn freiwillig kauft. Ihr schaufelt Euer eigenes Grab - macht nur weiter so, es wird Euch niemand vermissen.

Apr 28

Schön, daß Windows Vista nach einem Absturz genau weiß, warum es abgeschmiert ist. In diesem Falle war es der böse Bluescreen, der für den Bluescreen gesorgt hat. Da könnte man natürlich auf die Idee kommen, daß das ein eigener Dienst unter Vista ist, um den XP-Umsteigern ein bisschen entgegen zu kommen ;)

Apr 23

Section E: Further Evil

Guidelines for Evil Empresses:

1. Beauty is fleeting, power is vulnerable. I will not risk the latter for the former.

2. I will not fret over the comparative beauty of the Hero’s True Love or any Beautiful Yet Innocent kinfolk. They may be attractive enough, as peasant wenches or quivering maidens go; but I am The Evil Empress, and there is no comparison.

3. I will use my magic mirror for spying on my enemies rather than for vain attempts at preserving my position as fairest in the land.

4. I will not bed the Hunky Hero before my plan is executed, unless having him believe I am carrying his child gives me a decisive advantage.

5. While seduction has its place in my arsenal, I realize that “evil” and “skanky” are not mutually inclusive. Royal Dressmakers unable to realize this fact will be flayed alive in the presence of their replacements.

6. I will wear flats, or better yet, running shoes when executing crucial plans.

7. My slinky sorceress’ robe will have a chain mail foundation garment, at minimum.

8. I will not be put off by the Hero’s rebuffs of my sexual advances. If he doesn’t succumb, I Continue reading »

Apr 22

Seit Tagen wird über das “BKA-Gesetz” diskutiert, das unter dem wohlfeilen Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung zukünftig jedem Staatshansel gestatten wird, sich über Nebensächlichkeiten wie “Privatsphäre” oder “Unverletzbarkeit der Wohnung” hinwegzusetzen (Gesetzentwurf gibt’s hier: http://netzpolitik.org/2008/der-entwurf-des-bka-gesetzes-zum-download/, Analyse hier: http://blog.fefe.de/?ts=b6f2cb1a).

Befragt man die Leute im Bundestag, die sich diesen Dreck ausgedacht haben, wird natürlich nach allen Regeln der Kunst abgewiegelt - nur von einem nicht. Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses hat das ganze zwar brav abgenickt, ist bei Fragen, die seine Privatsphäre betreffen, etwas dünnhäutig: Bei einem Life-Interview des Berliner “RadioEins” ging die Aufwärmfrage des Moderators darum, ob sich Herr Edathy morgens in Unterwäsche oder nackt die Zähne putzt (Die Frage könnte wichtig werden, wenn man den Herren und Damen vom BKA nicht jeden morgen den blanken Hintern in die Kamera halten will). Herr Edathy beantwortete die Frage selbstverständlich so soverän, wie man das von einem Mitglied des Bundestages erwarten kann: “Was soll denn der Scheiß?”.  Das fragen sich mit Blick auf dieses Gesetz momentan wohl ein paar Millionen Leute in Deutschland.

Soll man aus der Antwort jetzt folgern, daß Herrn Edathy seine Privatsphäre wichtig ist und er deshalb solche Fragen nicht beantwortet? Dann kann er ja von Glück sagen, daß ihn niemand für einen bösen Menschen hält…. sonst könnte es passieren, daß wir seine morgendlichen Putzgewohnheiten bald bei Youtube sehen können ;-)

Einen Mitschnitt des Interviews kann man sich beim Redblock anhören und bei Abgeordnetenwatch.de kann man nachsehen, ob Herr Edathy genug Rückgrat für eine Stellungnahme zu diesem lausigen Auftritt hat.